Lübecker FDP-Kandidatin zur Bundestagswahl, Heike Stegemann, besucht die Boie GmbH & Co. KG in Lübeck

Die FDP steht in ihrem Bundestagswahlprogramm beim Thema „Bewältigung der Klimakrise“ zu einer technologieoffenen Lösungsstrategie, bei der keine einseitigen Subventionierungen (z.B. der e-Mobilität) gefördert, sondern möglichst viele unterschiedliche Ansätze verfolgt werden sollen, die eine CO2-Neutralität versprechen (Energie-Mix).

Die Direktkandidatin der FDP für den Bundestag im Wahlkreis Lübeck, Heike Stegemann, traf heute Ole Boie, einen der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Boie GmbH & Co. KG, in deren Geschäftsräumen am Firmenstandort Lübeck, um sich über das Unternehmen und die Produktion von alternativen Kraftstoffen (sog. E-Fuels) zu informieren. Ole Boie führt das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder Aine Boie in vierter Generation.

Aber was sind eigentlich E-Fuels? Wie werden sie hergestellt? So ein bisschen liest sich das wie ein Kochrezept: man nehme zwei Teile Kohlendioxid aus der Luft und drei Teile Wasser und mache daraus mit Hilfe von grüner Energie und dem Vorgang Co-Elektrolyse einen Kraftstoff (Ethanol), der nicht nur ohne Nachrüstung in jedem Benzin- oder Dieselmotor verbrannt werden kann, sondern auch den bisher üblichen Kraftstoffen ohne weiteres beigemischt werden kann. Bei der Verbrennung von E-Fuels wird also nur soviel Kohlendioxid über die Abgase des Verbrennungsmotors in die Luft abgegeben wie vorher aus der Luft bei der Herstellung entzogen wurde.

„Die dabei verwendeten Technologien sind bereits bekannt und werden erfolgreich angewendet“, so Heike Stegemann. „Jedoch liegt der Fokus der derzeitigen Gesetzgebung bei der Förderung derjenigen Fahrzeuge, die keinerlei Kohlendioxid mehr ausstoßen (e-Mobilität). Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass die Produktion der dafür notwendigen Batterien und auch deren Entsorgung wesentlich in den Rohstoffkreislauf eingreifen. Eine Gesamtbetrachtung bzw. eine sog. Lebenszyklusanalyse macht deutlich, dass uns die weitere Verwendung von bereits genutzten Verbrennungsmotoren mit E-Fuels mittel- bis langfristig schneller an unser gemeinsames Ziel bringen werden, anstatt auf fossile Brennstoffe komplett zu verzichten. Dabei kann die bestehende Infrastruktur (Tankläger, Tankwagen und Tankstellen) weiter genutzt werden.

Solange jedoch die Energiesteuer nicht auf eine Emissionsabgabe auf fossiles CO2 beschränkt ist und auf E-Fuels die volle Mineralölsteuer und CO2-Abgabe abzuführen ist, werden diese sich am Markt nicht durchsetzen können“, so Stegemann.