Die FDP Lübeck kritisiert  Debatte um den Erhalt des Gasometers

Die FDP-Bürgerschaftsfraktion kritisiert die Debatte um den Erhalt des Gasometers als ein weiteres Beispiel einer Empörungspolitik. Nach der Ansicht der Liberalen gibt es leider keine wirkliche Alternative zum Abbruch. Die FDP plädiert stets für einen Denkmalschutz mit Augenmaß. Anstelle von Emotionen wünschen sich die Liberalen eine Abwägung im Sinne von pragmatischen und praktikablen Lösungen.

„Gebaute Umwelt unterliegt stets einer hohen Veränderungsdynamik. In der Diskussion um den Gasometer muss hinterfragt werden,  ob die Unterschutzstellung nach den eher kunsthistorisch geprägten denkmalrechtlichen Kriterien schon 2015 - besonders vor dem  Hintergrund des heutigen Wissens- überhaupt sinnvoll war,“ so der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Ulf Hansen.

Ausschlaggebend für den Abbruch des Gasometers sind die Argumente der nicht Nutzbarkeit und die zu hohen Kosten einer Sanierung.  Damit ist auch die Diskussion um eine ökonomisch und funktional sinnvoll erscheinende Revitalisierung oder Umnutzung obsolet.   

Grundsätzlich ist allerdings die Unterschutzstellung von Gebäuden der Industriekultur zu prüfen, die auch den Wandel in der Arbeitswelt  sichtbar machen und von denen Bildung und Tourismus profitieren. Hierbei sollten die finanziellen Möglichkeiten des Eigentümers und  sinnvolle Erhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigt werden. „Wir bekennen uns ausdrücklich zum Wert von Denkmalschutz  und Denkmalpflege,“ so Hansen, „ die Bewahrung des historisch-kulturellen Erbes gehört zur Identität unserer Stadt dazu. Deswegen ist 

auch der Denkmalschutz bzw. die Denkmalpflege zu stärken und als Instrument der Stadtgestaltung sinnvoll zu nutzen.“ Die FDP Lübeck spricht sich vor dem Hintergrund des Abbruchs des Gasometers und der Diskussion um die Gewölbekeller für eine Stärkung der Unteren Denkmalbehörde durch verbesserte Personalausstattung und -qualifizierung aus.