Gepäckschließfachanlagen bei Parkhaus-Neubauten berücksichtigen

Das Parkhaus Holstentor wird zukünftig verstärkt als Anlaufpunkt für Radtouristen auf der Durchreise genutzt werden können (vgl. Vorlage VO/2021/09929 im Bauausschuss). Schon jetzt gibt es in diesem Parkhaus Abstellmöglichkeiten an Anlehnbügeln im Sichtfeld des Pförtners. Im Rahmen der Planung für den vorgesehenen Neubau des Parkhauses wird die Einrichtung von Abstellplätzen für Fahrräder mit Lademöglichkeiten berücksichtigt.

„Unberücksichtigt bleibt bislang, dass durchreisende Radtouristen in der Regel mit Gepäck unterwegs sind, das zumeist in sperrigen und nicht abschließbaren Packtaschen mitgeführt wird“, so Thomas-Markus Leber, bau- und verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck . „Da Radtouristen diese Gepäckstücke ungerne unbeaufsichtigt lassen, die Gepäckstücke aber andererseits nicht auf eine unbeschwerte Stadtbesichtigung mitgenommen werden können, verzichtet so mancher Touristen auf die vielfältigen Möglichkeiten, die die Hansestadt bietet. Daher beantragen wir in der kommenden Sitzung des Bauausschusses, bei der Neukonzeption von Fahrradabstellplätzen in Parkhäusern mit einer stark touristischen Nutzung, zukünftig nicht nur die Option von Lademöglichkeiten für Elektroräder zu berücksichtigen, sondern zusätzlich auch die Option von Gepäckschließfachanlagen für das Gepäck durchreisender Radtouristen. Die Gepäckschließfachanlagen sind so zu dimensionieren, dass die Gepäckstücke von Radtouristen in üblichen Größen problemlos hineinpassen. Die Kunden sollten die Wahl zwischen verschiedenen Volumina haben, die unterschiedlich bepreist werden. Das Angebot ist an die Nachfrage anzupassen. Zunächst werden einige wenige Schließfächer ausreichend sein. Es ist zielführend, derartige Anlagen bereits bei der Planung zu berücksichtigen. Durch diese Option erhielten durchreisende Radtouristen die Möglichkeit, die Hansestadt mit all ihren Sehenswürdigkeiten unbeschwert und unkompliziert erkunden und genießen zu können. Diese Option stünde rund um die Uhr, an 7 Tagen der Woche, 365 im Jahr und damit auch unabhängig von den Dienstzeiten eines Pförtners zur Verfügung“, so Leber.