Themenjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

 Präsentation der Carlebach-Sammlung noch 2021 realisieren

"Erinnern ist wichtiger denn je" - Umsetzung des Lübecker Aktionsplan gegen Antisemitismus 

Die FDP vermisst in dem umfangreichen Programm der Lübecker Museen für das Jahr 2021 Formate im Rahmen des Themenjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ – wie z.B. eine Ankündigung der öffentlichen Präsentation der Carlebach-Sammlung.

„Einer lebendigen Gedenkkultur kann sich unsere wandelnde Gesellschaft nicht verschließen. Es entsteht eine Pluralisierung der Betrachtung. Das Themenjahr ist eine gute Gelegenheit und Chance, diese Vielfalt zu bündeln. Zudem naht das Ende der bewegenden Berichte von Zeitzeugen. Als Folge erlebt die Erinnerungskultur einen Wandel, und das ´Prinzip Museum` ist gefordert“, so der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Ulf Hansen. „Deshalb gilt es, mit konkreten Maßnahmen das Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft zu verstärken. Dabei kommt den Museen nach Ansicht der Liberalen eine wichtige Rolle zu.

 

 Die FDP-Fraktion nimmt den Auftakt des Themenjahres zum Anlass, auch an die Umsetzung des durch die Bürgerschaft am 28. Mai 2020 verabschiedeten „Aktionsplan gegen Antisemitismus“ zu erinnern.  Ziel ist es ein Handlungskonzept zu erstellen und zeitnah umzusetzen. Die FDP hatte den Antrag eingebracht, weil sie überzeugt ist, dass so ein Zeichen gegen Antisemitismus in Lübeck gesetzt werden kann.  Fraktionsübergreifend wurde der Bürgermeister aufgefordert einen Aktionsplan zu erstellen, mit dem Antisemitismus in Lübeck in all seinen Erscheinungsformen noch entschiedener bekämpft werden kann. Entsprechende Maßnahmen sollten in den Haushaltsberatungen und dem damals angekündigten Museumsentwicklungsplan Berücksichtigung finden“, so Hansen.