Themenjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Umsetzung des Lübecker Aktionsplan gegen Antisemitismus

Aus Anlass des „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar und dem Themenjahr  „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ erinnert die FDP-Fraktion an die Umsetzung des durch die Bürgerschaft am 28. Mai 2020 verabschiedeten „Aktionsplan gegen Antisemitismus“.  Ziel ist es ein Handlungskonzept zu erstellen und zeitnah umzusetzen. Die FDP hatte den Antrag eingebracht, weil sie überzeugt ist, dass so ein Zeichen gegen Antisemitismus in Lübeck gesetzt werden kann.

Fraktionsübergreifend wurde der Bürgermeister aufgefordert einen Aktionsplan zu erstellen, mit dem Antisemitismus in Lübeck in all seinen Erscheinungsformen noch entschiedener bekämpft werden kann. Entsprechende Maßnahmen sollten in den Haushaltsberatungen und dem damals angekündigten Museumsentwicklungsplan Berücksichtigung finden.

 

„Die Shoah bleibt ein beispielloses Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Sie verpflichtet zu der Verantwortung, das Judentum in Deutschland zu ermöglichen, zu schützen und zu fördern,“ so der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck Ulf Hansen. „Antisemitismus ist eine Gefahr für den Frieden unserer Gesellschaft und greift uns alle an.“

 

Der Gedenktag an die Opfer des  Holocaust und das Themenjahr  „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sind eine besondere Verpflichtung. „Erinnern ist wichtiger denn je", so Hansen. „Es gilt mit konkreten Maßnahmen historisches Geschichtsbewusstsein in der Gesellschaft zu verstärken.“ Die Pandemie hat Auswirkungen auch auf die Arbeit gegen Antisemitismus. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass 2021 der Aktionsplan realisiert wird. Die Liberalen wünschen sich darüber hinaus die Beteiligung der Hansestadt an den Veranstaltungen des Themenjahres, die öffentliche Präsentation der Carlebach-Sammlung und die Eröffnung des Gedenkortes Gestapozellen im Lübecker Zeughaus als Teil des „Pfads der Erinnerung“ noch in diesem Jahr.

 

„2021 steht ganz im Zeichen eines wichtigen Jubiläums: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Deutschlandweit werden viele Ausstellungen, Konzerte, Begegnungs- und Bildungsangebote geschaffen, die allen Gelegenheit gibt - virtuell und real - jüdisches Leben als selbstverständlichen Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur zu vermitteln. Die FDP Fraktion erwartet, dass in diesem besonderen Jahr Schulen, Jugendarbeit, Bildungsträgern und Kultureinrichtungen sich bei der Realisierung des Aktionsplan gegen Antisemitismus einsetzen und in einen konstruktiven Dialog treten. Es müssen möglichst alle Kräfte gebündelt und Initiativen vernetzt werden, die sich für die Werte unseres Zusammenlebens einsetzen, um gemeinsam stark gegen Gefährdung des Antisemitismus zu sein“, so Hansen.