Kinder- und Jugendvertretung auf den Weg gebracht

Das von der FDP-Fraktion eingebrachte Anliegen einer Kinder- und Jugendvertretung für Lübeck wurde jetzt vom Jugendhilfeausschuss diskutiert und auf den Weg gebracht. Der jugendpolitische Sprecher Daniel Kerlin erklärt dazu: „Wir freuen uns, dass jugendliches Engagement anerkannt und nun gemeinsam mit Jugendlichen ein Konzept für Kinder- und Jugendbeteiligung konkretisiert und erarbeitet wird. Nur mit dem Interesse der Jugend ist so ein Projekt auch zielführend.

In der Ausschusssitzung haben Jugendliche, insbesondere des JuPo (Junges Politikforum), das Anliegen nochmal leidenschaftlich untermauert und konkrete Forderungen aufgestellt. Diese gilt es jetzt bis zum nächsten Frühjahr mit Leben zu füllen, damit Kinder und Jugendliche ihre Interessen einbringen können.

 

In einer Zeit des demographischen Wandels und einer überalternden Gesellschaft ist es wichtig, dass junge Menschen eine Stimme haben und mit ihren Anliegen, Interessen und Bedürfnissen gehört und beteiligt werden. Das ist auch wichtig, um das Thema Generationengerechtigkeit im Blick zu behalten. Oft sieht man auch an Wahlprogrammen und Entscheidungen der Parteien, dass junge Themen eine zu geringe Rolle spielen. Hier gilt es durch mehr Aufmerksamkeit gegenzusteuern.

 

In der Kommune wird Politik besonders erlebbar. In Kinder- und Jugendvertretungen können junge Menschen an Entscheidungsprozessen, die ihr direktes Lebensumfeld berühren, mitwirken. Sie erfahren, wie Demokratie funktioniert und wie sie sich für ihre Belange einsetzen können. Durch die Einrichtung einer Kinder- und Jugendvertretung erhoffen wir uns, dass ein stärkerer Fokus auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und den § 47 f der Gemeindeordnung gerichtet wird. Wir möchten Kindern und Jugendlichen das Kennenlernen von demokratischen Prozessen ermöglichen, was auch positive Effekte auf deren spätere Wahlbeteiligung haben wird.“