Wasserstoff – auch außerhalb des Hafens darf Lübeck den Anschluss nicht verpassen

Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) vom Juni 2020 hat die Bundesregierung einen Handlungsrahmen für die künftige Erzeugung, den Transport, die Nutzung und Weiterverwendung von Wasserstoff und damit für entsprechende Innovationen und Investitionen geschaffen. Ziel der Wasserstoffstrategie ist es, Deutschland zum weltweit führenden Ausrüster für moderne Wasserstofftechnologien zu machen.

„Wir begrüßen, dass in die aktuelle Entwicklung im Bereich der umweltfreundlichen Energien nun auch verstärkt Wasserstoff und damit die Brennstoffzelle mit einbezogen wird. Das sollte jedoch nicht nur für den Lübecker Hafen gelten, sondern auch für Lübecks Wirtschaft und den Verkehr“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke.

 

Asiatische Hersteller wie Hyundai und Toyota entwickeln ihre Brennstoffzellenautos bereits konsequent Richtung Großserie. Mit Wasserstoff lässt sich binnen Minuten Reichweite nachtanken ohne große und somit schwere Batterien mitzuführen. Letzteres qualifiziert die Brennstoffzelle auch für Nutzfahrzeuge. Durch die NWS wird das deutsche Wirtschaftssystem bald insgesamt mit erheblich größeren Mengen an Wasserstoff arbeiten als bisher. Die Verfügbarkeit wächst also. 

 

 

„Diese Entwicklung darf Lübeck nicht verschlafen und sollte sich deshalb rechtzeitig auch in den Bereichen Wirtschaft und Verkehr um den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur bemühen. Denn an der Infrastruktur müsste die schnelle Verbreitung von Brennstoffzellen-Autos nicht scheitern. Höchstens scheitert die Errichtung von mehr Wasserstofftankstellen an der aktuell noch nicht so starken Verbreitung von Brennstoffzellen-Autos – ein klassisches Henne-Ei-Problem, das aber lösbar ist“, so Rathcke.