Keine Zeit für Schuldzuweisungen - Solidarität mit Kulturschaffenden - FDP beantragt Verkaufsausstellung

Künstlerinnen, Unternehmen und Selbstständige aus der Kultur und Kreativwirtschaft trifft die Corona-Krise bis ins Mark. Das aktuelle unwürdige Gezerre um konkrete Hilfsangebote für die freischaffenden Künstlern und Künstlerinnen hilft niemandem. Es schadet darüber hinaus dem Ansehen Lübecks als Kulturhauptstadt.

 

Für die letzte Sitzung der Bürgerschaft vor der Sommerpause beantragt die FDP als ein Zeichen der Solidarität, die Hansestadt mit der Durchführung einer Verkaufsausstellung noch in diesem Jahr. „Mit der Ausstellung kann die Hansestadt als ein Zeichen der Solidarität, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Künstlerinnen und Künstler abfedern und Existenzen sichern“, so der kulturpolitische Sprecher, Ulf Hansen.

Nach den Vorstellungen der Liberalen soll nach dem Vorbild der Flensburger Ausstellung „Flensburg. Kauft. Kunst“ ein Ausstellungsformat geschaffen werden, für das sich alle Kunstschaffenden bewerben können, die in Lübeck wohnen, hier arbeiten, hier geboren wurden oder einer Lübecker Künstlervereinigung angehören. Ergänzt werden soll dieses Angebot durch ein entsprechendes Online-Angebot vorzugsweise auf der Website der Hansestadt, um einen umfassenden Einblick in das breite Spektrum des aktuellen Kunstschaffens zu ermöglichen. „Unsere Initiative will einen konkreten Beitrag zu unserer reichen Kulturszene leisten“, so Hansen, „wir wollen unsere Künstler nicht alleine lassen und ein verlässlicher Partner auch in der Krise sein.“

 

Mit ihrer Ausstellung „Flensburg. Kauft. Kunst“ zeigt sich die Stadt Flensburg mit den Kunstschaffenden Flensburgs solidarisch, die derzeit durch die Absage vieler Veranstaltungen unter Verdienstausfällen leiden. Innerhalb kurzer Zeit ist es den Ausstellungsmachern gelungen über 90 Kunstwerke zu präsentieren. Dabei kommen alle Einnahmen ungemindert und direkt den Kunstschaffenden zugute.