Aktionsplan Antisemitismus auf den Weg gebracht!

Der von der FDP eingebrachte Antrag und die Zustimmung aller Bürgerschaftfraktionen für einen „Aktionsplan gegen Antisemitismus“ sind ein deutliches Bekenntnis der Hansestadt zum jüdischem Leben und der gemeinsamen Geschichte . Der formulierte Auftrag ist eine ausdrückliche Verpflichtung.

 

 

„ Die aktuelle Kriminalstatistik spricht eine deutlich Sprache. 2019 gab es 13 Prozent mehr Straftaten mit antisemitischem Hintergrund. Antisemitismus kann auf vielfältige Weise in Erscheinung treten, sei es durch körperliche Angriffe , Bedrohungen , Sachbesch ä digungen , Schmierereien , Beleidigungen , Hasskommentare und Memes in Sozialen Medien sowie Propagandamaterial wie Hetzschriften , Flugbl ä tter , Plakate oder Aufkleber,“ erkl ä rt Daniel Kerlin, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion .  

 

„Jüdisches Leben war und ist immer ein Teil Lübecks. Es wird auch immer ein Teil bleiben“, so der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Ulf Hansen „Die Synagoge in der St-Annen-Straße steht stellvertretend für die Verbindung zwischen jüdischer Tradition und Stadtgeschichte. Antisemitismus bedroht sowohl diese als auch unsere demokratische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit und in ihren Grundwerten. Der Kampf gegen alten und neuen Antisemitismus ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Erinnerung an die gemeinsame Geschichte, das Bewusstsein der immerwährenden Verantwortung dafür, sind und bleiben eine besondere Verpflichtung der Bürgergesellschaft. Wir als Bürger - jeder einzelne von uns - ist gefragt, sich antijüdischem Verhalten entgegen zu stellen.  

 

Besonders für nachfolgende Generationen müssen die Lehren aus unserer Geschichte greifbar bleiben. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit neue Wege der Erinnerungskultur zu gehen und vielschichtige Prävention und Aufklärungsarbeit zu leisten sowie Interventionsmaßnahmen zu fördern. Diese Maßnahmen müssen sowohl bei der Kultur- und Museumsplanung als auch in Schulen und der Jugendarbeit Berücksichtigung finden.

 

Dazu ist ein ganzheitlicher Ansatz bei Schulen, Jugendarbeit, Bildungsträgern  und Kultureinrichtungen notwendig. Daher freuen wir uns, dass dazu notwenige Schritte jetzt auf den Weg gebracht wurden. Die FDP erwartet daher die Benennung konkreter Maßnahmen. Hierzu hat die Fraktion bereits einen Fragenkatalog an die Verwaltung eingebracht. Wir werden das Thema weiter aktiv begleiten, so Daniel Kerlin.