Schrittweise Wiederaufnahme des Regelbetriebs in Kitas

„Der jetzt vorgelegte Plan zur Wiederaufnahme der Regelbetreuung in Kitas ist ein wichtiger Schritt, um allen Kindern wieder Bildungsgerechtigkeit und soziale Kontakte zu ermöglichen“, erklärt Daniel Kerlin, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck. „Dabei ist insbesondere zu begrüßen, dass eine länderspezifische Abwägung und Einordnung von Risiken je nach regionalen Infektionsgeschehen berücksichtigt wird. Dies muss jetzt zeitnah in Schleswig-Holstein erfolgen, damit Eltern und Einrichtungen Planungssicherheit bekommen.

Eine flexible Erweiterung der Notbetreuung und das Auffüllen von freien Plätzen kann ein Schritt zurück zum Regelbetrieb sein. Auch eine tageweise oder wochenweise Betreuung in Kleingruppen wäre ein Schritt zurück zur Normalität für Eltern und Kinder. Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf sollen zeitnah wieder betreut werden. Das ist wichtig, damit diese die notwendige Förderung und Chancengleichheit erhalten können die sie benötigen. Sollte eine Förderung in der Einrichtung nicht möglich sein, müssen Alternativen geprüft werden.

 

Ein Dank gilt auch den Kitas für die bisherige Notbetreuung sowie den vielfältigen Kontakten zu nicht betreuten Kindern und deren Eltern. Wo dies aktuell noch nicht praktiziert wird, sollte dies begonnen werden, damit die Kinder den Kontakt zur Einrichtung nicht verlieren. Beispielhaft sind hier Briefe, Videos oder virtuelle Treffen mit den Kindern zu nennen.

 

Die ersten Schritte des jetzt beschlossenen Plans sind in Schleswig – Holstein bereits umgesetzt, da Kinder von Alleinerziehenden und Eltern mit eigenen Beeinträchtigungen bereits die Betreuung in Anspruch nehmen können. In einem nächsten Schritt ist es daher sinnvoll, dass Kinder die im Sommer in die Schule kommen, noch bestmöglich darauf vorbereitet werden. Daher müssen jetzt zeitnah die nächsten Schritte folgen, wenn dies das Infektionsgeschehen erlaubt.

 

Als weitere Erleichterung für Familien sollen kleine Spielplätze geöffnet werden. Die jetzt empfohlene Erlaubnis für private Organisation der Kinderbetreuung zwischen Familien  ist heute schon in Schleswig Holstein möglich und kann ebenfalls eine Entlastung sein, auch wenn dies noch keine optimale Lösung ist. Zur privaten Kinderbetreuung dürfen dabei maximal insgesamt 6 Personen als Ausnahme des Kontaktverbots im familiären Rahmen zusammen kommen, so dass sich mehrere Familien die Betreuung aufteilen können.

 

Eltern werden aktuell mit einem „Elternkurzarbeitergeld“ für Einkommenseinbußen unterstützt, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen. Diese Regelung ist aber zurzeit noch auf sechs Wochen befristet. Hier ist eine Entfristung notwendig.

 

Das endlich eine wissenschaftliche Untersuchung des Infektionsgeschehen bei Kindern und in den Einrichtungen gestartet wurde ist wichtig. Hier könnten wir allerdings schon weiter sein, wenn man Kinder früher in den Blick genommen hätte“, so Kerlin.