Rot für Lübecks Radverkehr

Die FDP-Bürgerschaftsfraktion war mit einem Antrag zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit erfolgreich. Lübecks Radverkehr kann nach einem Beschluss des Bauausschusses bunter werden – zumindest im Hinblick auf die gewählte Farbe des Fahrbahnbelags.

Seit vielen Jahren verfolgt die FDP das Ziel, die Radwege der Hansestadt sicherer zu machen. Zu diesem Thema gab es bereits viele Initiativen. Am vergangenen Montag beschloss der Bauausschuss auf Antrag der FDP mit großer Mehrheit die farbliche Markierung von Gefahrenstellen im Bereich von Radwegen. „Dies ist ein klares Signal für den Radverkehr! Wir freuen uns, dass der Bauausschuss in weiten Teilen unserem Antrag gefolgt ist“, stellt der baupolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Thomas-Markus Leber fest.

Konkret werden alle Radwege im Bereich von Kreisverkehren und an Straßeneinmündungen, den sogenannten Furten, rot eingefärbt. Stadtweit gibt es ca. 250 dieser Gefahrenbereiche. Es ist vorgesehen, mit der Maßnahme noch 2020 zu beginnen. Erste Markierungen werden in der Ratzeburger Allee aufgebracht. Alle Gefahrenbereiche könnten bis 2022 markiert sein.

Lübeck folgt mit dem Beschluss dem Beispiel anderer Kommunen. Die Städte Berlin, Münster und Erlangen haben bereits seit Jahren gute Erfahrungen mit farblich markierten Radwegen gemacht. Auch in Holland oder Dänemark sind farbige Radwege seit langem üblich.

„Die Radwege werden mit einer farblichen Markierung selbsterklärend. Alle Verkehrsteilnehmer können sofort erkennen wo und wie ein Radweg verläuft“, beschreibt Thomas-Markus Leber die Hintergründe. „Durch die Maßnahmen werden unsere Radwege übersichtlicher und sicherer, was wiederum Einfluss auf die Attraktivität des Radverkehrs insgesamt hat. Die Akzeptanz des Fahrrades als innerstädtisches Verkehrsmittel wird an Bedeutung gewinnen. 

Wir werden uns dafür einsetzen, dass sukzessive weitere Radwege in Lübeck durchgehend einheitlich eingefärbt werden, damit der Fahrbahnbereich für Radfahrer besonders hervorgehoben und damit sicher gemacht wird“, so Leber.