FDP zur Projektfreigabe der Grapengießerstraße: „Ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Lübeck“

Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit, vieler Gespräche und einiger Termine vor Ort. Am Ende votierte der Hautausschuss am vergangenen Dienstag mit großer Mehrheit für die Freigabe der Maßnahme „Ausbau der Grapengießerstraße“. „Ich freue mich sehr, dass der Hauptausschuss meiner Argumentation gefolgt ist“, stellt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion und baupolitische Sprecher Thomas-Markus Leber fest.

Anfang Februar widersprach der Bauausschuss noch mehrheitlich der Freigabe.

 

 

Den Ausbau der Grapengießerstraße hatte die Bürgerschaft bereits 2002 als notwendige Maßnahme in einem entsprechenden Bebauungsplan beschlossen. Die Stadt hatte Flächen erworben und Mittel im Haushalt bereitgestellt. Die Umsetzung konnte bislang zurückgestellt werden, da die vorhandene Infrastruktur dem bisherigen Verkehrsaufkommen gerecht wurde. Dies änderte sich als vor wenigen Monaten ein Baustoff- und Holzhändler auf einer 70.000 Quadratmeter großen, nördlich der Straße gelegenen Brachfläche ein Logistikzentrum mit einer 14.000 Quadratmeter großen Halle sowie entsprechenden Lagerflächen im Freien errichtete. 20.000 Quadratmeter der Fläche wurden renaturiert. Die Investitionen fanden u.a. auch vor dem Hintergrund der Ausbaupläne der Grapengießerstraße statt und stehen unmittelbar im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung am Geniner Ufer.

 

 

Der Ausbau der Grapengießerstraße auf die empfohlene Mindestbreite wurde erforderlich um dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Ein unbehinderter Begegnungsverkehr zweier LKWs war mit dem bestehenden Ausbau nicht möglich. Schon in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Problemen im Begegnungsverkehr, aber auch bei der Zu- und Abfahrt von und zu einzelnen Gewerbetrieben. Immer wieder touchierten LKWs gegenüberliegende Grundstückseinfassungen und Zaunanlagen. Besondere Anforderungen an die Zuwegung ergeben sich nicht zuletzt auch dadurch, dass die Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Padelügge Buntekuh in der Grapengießerstraße ansässig ist. Es ist davon auszugehen, dass auch die westlichen und südwestlichen Flächen in Zukunft gewerblich genutzt werden, was die verkehrliche Situation vor Ort weiter verschärfen wird.

 

 

Die Freigabe der Umsetzung der Maßnahme erfolgt zur richtigen Zeit und sendet die richtigen Signale, sagt Thomas-Markus Leber. Ziel einer zukunftsorientierten Standortpolitik muss es sein moderne und qualitativ hochwertige Gewerbegebiete vorzuhalten. Dazu gehört auch, dass empfohlene Mindeststandards für Gewerbegebiete im Hinblick auf Straßenbreite, Parkflächen, technischer Ausstattung sowie Anbindung an das übergeordnete Verkehrsnetz eingehalten werden. Bei Standortentscheidungen von Unternehmen spielt zudem die Planungssicherheit eine wesentliche Rolle. Neben den technischen und politischen Rahmenbedingungen müssen Unternehmen sich auch auf die konsequente Umsetzung von rechtskräftigen Bebauungsplänen verlassen können. Dieser Notwendigkeit wird mit der Freigabe entsprochen. Insoweit bedeutet die Freigabe zur Umsetzung der Maßnahme „Ausbau der Grapengießerstraße“ nicht zuletzt auch ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Lübeck und sendet die richtigen Signale an ansiedlungsinteressierte Unternehmen, stellt Thomas-Markus Leber abschließend fest.