KiTaReform

Die KiTa-Reform der Landesregierung stellt den Kommunen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese Mittel sind für die Deckelung und Reduzierung der Elternbeiträge, Verbesserung der Betreuungsqualität und zur Entlastung der Kommunen einzusetzen.

Beim Dialogforum der Lübecker FDP-Bürgerschaftsfraktion wurden die Auswirkungen der Kitareform diskutiert.

Dabei haben der zuständige Staatssekretär des Sozialministeriums, Dr. Matthias Badenhop, Senatorin Kathrin Weiher und die bildungspolitische Sprecherin der FDPLandtagsfraktion Anita Klahn über die Auswirkungen der Reform informiert und sich mit Eltern und Kitavertretern ausgetauscht. Die Diskussion konnte dazu beigetragen, vorhandene Unklarheiten und Missverständnisse aufzuklären.

„Alle Kommunen werden durch die Kitareform die gleiche Landesförderung zur Beitragsdeckelung und Qualitätsverbesserung erhalten, um den in der Kitareform definierten landesweiten Mindeststandard zu erreichen“, erklärt Daniel Kerlin, jugendpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck.

„In Lübeck werden bereits heute viele neue Anforderungen der Kitareform erfüllt und die Elternbeiträge liegen zum Teil bereits unter dem Beitragsdeckel. Damit wird das bisherige Engagement von Eltern, Trägern, Verwaltung und politischen Akteuren für gute Kitas belohnt. Daher entsteht durch die Landesmittel jetzt zusätzlicher Gestaltungsspielraum. Weitere Investitionen in Qualität und die Entlastung der Familien sind möglich. Jetzt liegt es an den politischen Entscheidungsträgern in der Bürgerschaft Position zu beziehen und die Lübecker Familien und Kitas weiter zu stärken.

Im ersten Schritt erwarten wir, dass sich alle politischen Kräfte zu den Lübecker Kitastandards bekennen und diese auch zukünftig gemeinsam verbessern wollen. Es gibt keinen Grund warum das Engagement für Kitas und Tagespflege nachlassen sollte, wenn wir mehr finanziellen Spielraum vom Land bekommen. Diesen Gestaltungspielraum sollten wir im Sinne der Kinder und Eltern nutzen“, so Kerlin weiter.

„Dieses Bekenntnis muss schnellstmöglich erfolgen, damit Träger, Verwaltung und Eltern eine verlässliche Planungsgrundlage für den Start der Kitarefrom im August haben. Ein entsprechender Antrag liegt der Bürgerschaft vor und kann noch diesen Monat beschlossen werden. In nächsten Schritt geht es dann um die Entscheidung, wie die zusätzlichen Mittel investiert werden. Für die Freien Demokraten stehen die Entlastung der Eltern und die weitere Verbesserung der Betreuungsqualität im Fokus.
Keinesfalls dürfen diese zusätzlichen Mittel im städtischen Haushalt versickern. Gute frühkindliche Bildung legt den Grundstein für den weiteren Bildungserfolg. Eine frühzeitige Förderung ist besonders wichtig, um allen Kindern die gleichen Chancen zu ermöglichen, ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten entwickeln zu können. Nutzen wir die Gelegenheit und investieren noch stärker in unsere Zukunft“, so Kerlin.