Drogentreff Krähenteich

Zur Problematik des Drogentreffs am Lübecker Krähenteich äußert sich der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Lübeck, Herr Timo Jeguschke, wie folgt:

„Die Lübecker Drogenszene ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Eine Tatsache, vor der man nicht die Augen verschließen kann und sollte“, so Timo Jeguschke, FDP-Mitglied im Ausschuss für Soziales. Das Toilettenhäuschen, das erst im März 2017 errichtet wurde, hat leider nicht zur Entspannung der Situation vor Ort beigetragen – im Gegenteil.

 

„Und auch der Abriss desselben, wird kaum zu einer Verbesserung beitragen“, so Jeguschke weiter. „Ein sinnvoller Ansatz, die angespannte Lage vor Ort zu bekämpfen, wäre für uns, über die Einrichtung eines Drogenkonsumraums zu sprechen. An einem solchen Ort können Abhängige ihre Drogen unter medizinischer Aufsicht einnehmen, hauptsächlich stellt er aber eine Möglichkeit zur Aufklärung und Beratung über zum Beispiel Entzugsmöglichkeiten dar und dient der Risikominimierung unsauberen Konsums. Ausschließlich polizeiliches Vorgehen wird dazu führen, dass dasselbe Problem anderswo in Lübeck auftauchen wird. Diesen Drogenkonsumraum stellen wir uns gut erreichbar, aber nicht unbedingt auf der sowieso schon engen Innenstadtinsel gelegen vor. Schon in unserem Wahlprogramm zur Lübecker Kommunalwahl 2018 haben wir uns für die Einrichtung von Modellprojekten zum Thema Drogen in Lübeck ausgesprochen. Um die Anzahl süchtiger Menschen zu verringern, gilt es, überhaupt erst einmal Kontaktstellen zu diesen zu schaffen. Konzepte braucht es dabei insbesondere auch, um jungen Konsumenten wieder eine Perspektive ohne Sucht zu ermöglichen.

 

Als neuen Aufstellort für das entfernte Klohäuschen wäre für uns der Stadtpark denkbar, in dem auch sieben Monate nach dem Bürgerschaftsbeschluss noch immer kein öffentliches WC errichtet wurde. Es wie geplant einzulagern, nützt letztendlich niemandem.“