AKW Bauschutt

Zur möglichen Aufnahme von Bauschutt der stillgelegten schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel, Brunsbüttel und Brokdorf äußert sich der umweltpolitische Sprecher der Lübecker FDP-Fraktion, Herr Rolf Müller, wie folgt:   „Sicherlich ist es richtig, sich, wie von BGM Lindenau angestrebt, der Verantwortung zu stellen. Jedoch halten wir, die Lübecker FDP-Fraktion, die Deponie Niemark nicht für den geeigneten Ort, um den freigemessenen Bauschutt der Atomkraftwerke aufzunehmen“, erklärt Rolf Müller, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung.

 

„Abgesehen davon, dass der Strahlenschutz der Bevölkerung sowie der Umwelt vorranging zu gewährleisten ist, ist die Aufnahmekapazität der Deponie Niemark begrenzt und wird voraussichtlich nur noch gute zehn Jahre ausreichen. Zusätzliche Aufnahmen von nicht unbeträchtlichen Mengen speziell zu lagernden Abfalls bringen die Deponie weitaus eher an ihre Aufnahmefähigkeit. Auch wenn die Aufnahme des Bauschutts sicher einen nicht unbeträchtlichen Gewinn in die Kassen der Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) spülen würde, ist kaum zu erwarten, dass die EBL diesen Gewinn an ihre Kunden weitergeben würden. Stattdessen müsste vorzeitig nach einem neuen Deponie-Standort für Lübeck gesucht werden. Das wäre wohl wiederum mit Kosten auch für die Lübecker Bürger verbunden. Die FDP-Fraktion Lübeck schlägt deshalb vor, auch alternative Konzepte für die Lagerung des freigemessenen Bauschutts zu prüfen, was bisher nicht ausreichend passiert ist“, so Müller.