Jugendhilfeausschuss

Am 5. Juli fand die konstituierende Sitzung des Jugendhilfeausschuss statt, an dem die kleinen Fraktionen FDP, FREIE WÄHLER & GAL sowie DIE LINKE nach aktueller Rechtslage nur noch als Gäste teilnehmen durften.


Die jugendpolitischen Sprecher Daniel Kerlin (FDP), Andreas Müller (DIE LINKE) und Juleka Schulte-Ostermann (FREIE WÄHLER & GAL) werden sich trotz Verlust ihrer beratenden Mandate weiterhin für Familien und die Jugendhilfe einsetzten. “Der Vorsitzende Jörn Puhle sicherte uns zu, dass wir zumindest als “sachkundige BürgerInnen” Rederecht im Ausschuss bekommen. Das ist nicht viel gemessen an dem, was uns an Mitwirkungsmöglichkeiten genommen wurde. Aber es ist immerhin etwas und diese Geste wissen wir zu schätzen”, so Juleka Schulte-Ostermann von derGAL.

 

„Der Vergleich der Wahlprogramme unserer drei Fraktionen durch die Elternvertreter und -initiativen vor der Bürgerschaftswahl hat ein hohes Maß an Übereinstimmung mit den Bedürfnissen der Familien gezeigt“, erklärt Andreas Müller. Die drei Fraktionen fühlen sich den Familien verpflichtet und werden daher die Arbeit des Jugendhilfeausschusses sowie deren Umsetzung durch den von Senatorin Weiher geführten Fachbereich konstruktiv und kritisch begleiten.

 

„Die erneute Diskussionen zu Schließzeiten von Kitas im Jugendhilfeausschuss am 05. Juni hat offenbart, dass nach wie vor unterschiedliche Vorstellungen über eine familiengerechte Kinderbetreuung und die Bedürfnisse der Familien vorhanden sind“, erklärt Daniel Kerlin und Andreas Müller ergänzt, dass jede Familie individuelle Vorstellungen habe, wie sie ihr Leben und die Betreuung der Kinder gestalten möchte. „Verschiedene Ansätze müssen toleriert werden, um den Familien die bestmögliche Wahlfreiheit und eine individuelle Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen“, so Andreas Müller. Unverzichtbar sei deshalb, dass sich die Verwaltung mit der Kreis- und Stadtelternvertretung regelmäßig über aktuelle Themen, Bedürfnisse und Herausforderungen austausche. „Die zwei großen Lübecker Elterninitiativen gibt es nur, weil Eltern sich von der Verwaltung in ihren existentiellen Interessen nicht gehört und insbesondere nicht ernst genommen sehen. Viele Diskussionen und Proteste der Elterninitiativen werden sich von allein erübrigen, wenn die Verwaltung in den konstruktiven Dialog mit der Elternvertretung und zum jetzigen Zeitpunkt auch mit den Elterninitiativen treten würde”, erklärt DanielKerlin.

 

Gemeinsames Ziele der kleinen Fraktionen sind - so berichten die drei jugendpolitischen SprecherInnen einstimmig - die qualitative und quantitative Verbesserungen der Betreuung in Kindertagesstätten, in der Kindertagespflege, in den betreuten Grundschulen, Erhalt der Horte, die Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Inklusion und Integration, aber auch eine gut ausgestattete Jugend- und Schulsozialarbeit sowie die Errichtung der Jugendberufsagentur, damit die in Lübeck überdurchschnittlich hohe Quote von Schulabbrechern reduziert werden kann und die Betroffenen einen berufliche Perspektive bekommen können.