Kulturpolitik bedeutet Teilhabe

Die Freien Demokraten wünschen sich eine zukunftsgewandte Kulturpolitik.

Die vielfältige und wertvolle Kultur der Hansestadt lässt sich ohne die Unterstützung der öffentlichen Hand nicht erhalten. Finanzielle Planungssicherheit hat im Bereich der Kulturförderung einen hohen Stellenwert.

Die FDP Fraktion Lübeck bekennt sich zur grundlegenden Verpflichtung einer Finanzierung und Förderung von Kunst und Kultur, verstanden als die Gesamtheit der geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Aspekte, die eine Gesellschaft kennzeichnen. Inklusion und Teilhabe als Kernelemente eines Kulturentwicklungsplans.

„Die jüngste, kleinmütige Diskussion um die Besucherzahlen des Hansemuseums macht es einmal mehr deutlich, dass es bei der Vielzahl von verdienstvollen Akteuren in Kunst und Kultur unbedingt notwendig erscheint, eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln“, so der kulturpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Ulf Hansen.

Es geht um die Frage nach Inklusion und Teilhabe aller gesellschaftlichen Schichten an den Angeboten der Kultur und insbesondere an den kulturellen Angeboten, die – kulturpolitisch gesteuert und aus Steuermitteln finanziert – durch öffentliche Träger veranstaltet bzw. in der Trägerschaft Dritter von ihnen ermöglicht werden. Zu wenig Geld, zu wenig Zeit und zu geringe Erreichbarkeit von kulturellen Angeboten in der Nähe des eigenen Wohnorts werden als häufigste Nicht-Nutzungsgründe von Kulturangeboten genannt – vor diesem Hintergrund gilt es, Angebote zu entwickeln. Um auf die erkennbaren Veränderungen in Kultur und Gesellschaft angemessen reagieren zu können, soll nach Vorstellung der Freien Demokraten eine Kulturentwicklungsplanung in Lübeck konkrete Zukunftsaussagen und Rahmenbedingungen schaffen, in denen es möglich ist, Bewährtes zu bewahren und neue Horizonte zu entdecken, ohne die Freiheit von Kunst und Kultur in Frage zu stellen. Die Planungen und Entwicklungen sollen im Dialog mit den Bürgern regelmäßig hinterfragt werden.

Dabei gilt es klassische Lager zu überwinden und aus Unterschieden etwas Neues, etwas Gemeinsames entstehen zu lassen. Ein Kulturentwicklungsplan 2018 – 2022 für die Hansestadt sichert langfristig die kulturelle Vielfalt und ermöglicht eine Prioritätensetzung der Kulturangebote unter Einbeziehung der aktuellen finanziellen Situation der städtischen Kulturinstitutionen, der freien Kulturträger und der -institutionen. Durch die Einbeziehung vieler Akteure wird Transparenz kulturpolitischer Entscheidungsprozesse hergestellt und Partizipation ermöglicht. „So werden die Chancen für die Mitwirkung der Bürger und Bürgerinnen gestärkt und andererseits mehr Verantwortung der aktiven Bürgergesellschaft mobilisiert“, so Ulf Hansen. Die FDP-Fraktion wird daher einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft einbringen. Es wird sich dann zeigen, wer reiner Bestandswahrer oder Gestalter sein will.