Altkleider schaffen Flüchtlinge

Am 07.09. dieses Jahres beklagten das Land, Gemeinnützige und die EBL in den LN die zunehmende Zahl illegaler Kleidercontainer. „Illegalität ist ein Übel, aber die Klage ist scheinheilig“, erklärt Dr. Michaela Blunk, FDP-Mitglied im Ausschuss der Entsorgungsbetriebe Lübeck. „Seit über 20 Jahren kämpft die FDP gegen die Kleidersammlungen.

Sowohl die illegalen als auch gemeinnützige und gewerbliche Sammler nutzen den guten Willen der Menschen für ihre eigenen finanziellen Zwecke. Sie alle verkaufen die Kleidung an gewerbliche Aufkäufer, obwohl sie ganz genau wissen, dass der größte Teil über mehrere Stationen, die alle daran gut verdienen, in Entwicklungsländern landet – meist in Afrika. Dort zerstören sie unzählige Arbeitsplätze: Baumwollbauern, Pflücker, kleine Schneider und Weber können gegen die billige, weil ursprünglich geschenkte Ware nicht

ankämpfen. Auch Webfabriken, die mit unserer Entwicklungshilfe errichtet werden, unterliegen oft genug in diesem unfairen Wettbewerb.

Es muss endlich ein Ende haben, dass in unserem reichen Land soziale Projekte mit dem Zerstören von Arbeitsplätzen in Entwicklungsländern finanziert werden! Außerdem sind Altkleider nicht die einzige Ware, mit der wir afrikanische Märkte kaputt machen. Zur gleichen Zeit beklagen wir die große Zahl von
Afrikanern, die sich bei uns ein besseres Leben erhoffen“, so Dr. Blunk.