Sonntagsöffnung

Laut LN Bericht vom 30. Mai 2017 fordern nun auch führende deutsche Warenhausunternehmen, ihre Läden sonntags häufiger öffnen zu dürfen. Dazu wurde die Initiative „Selbstbestimmter Sonntag“ ins Leben gerufen, die die anhaltende Diskriminierung des innerstädtischen Einzelhandels beenden und den Läden vor Ort ermöglichen soll, dem boomenden Onlinehandel sowie der Verödung der Innenstädte etwas entgegenzusetzen.

 

„Als anerkannter Tourismusort wäre eine optionale Ladenöffnung am Sonntag für die Geschäfte in Lübeck problemlos möglich“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke. „Dafür bedürfte es lediglich einer Änderung der derzeit gültigen Bäderverordnung. Die Stadt und auch die anderen Fraktionen wollen dieses augenscheinlich jedoch nicht. Die FDP-Fraktion hat seinerzeit die Änderung der Bäderverordnung dahingehend in der Bürgerschaft beantragt. Durch Überweisung in den Wirtschaftsausschuss wurde dieser Antrag jedoch auch von den sog. „wirtschaftsnahen“ Fraktionen wie z.B. der CDU abgelehnt. Die Bürgerschaft entscheidet in der kommenden Juni-Sitzung abschließend über den Antrag.

 

Nach wie vor hält die FDP-Fraktion es für richtig, dass ein Geschäftsinhaber selbst- und eigenständig über seine Öffnungszeiten entscheiden sollte. Auf diese einfache Aussage kann man unseren Antrag zur Änderung der Bäderregelung reduzieren“, so Rathcke.

 

 

 

Die aktuelle Bäderregelung gilt bereits für mehrere andere Städte in Schleswig-Holstein und erlaubt dort die Öffnung von Läden und Geschäften am Sonntag. Die Geschäftsinhaber entscheiden jeweils selbst, ob sie von der Möglichkeit zur Sonntagsöffnung Gebrauch machen möchten. „Diese Entscheidungsfreiheit sollte man in jedem Fall auch den Lübecker Geschäftsleuten zugestehen“, so Rathcke abschließend.