Stadtteilbüro Kücknitz

Die Stadtteilbüros in Travemünde, Kücknitz, St. Lorenz Nord und Moisling wurden laut entsprechendem Bürgerschaftsbeschluss inzwischen geschlossen. Dadurch sollte vor allem Geld gespart werden; in einer hochverschuldeten Stadt wie Lübeck macht das durchaus Sinn. In den verbliebenen zwei Stadtteilbüros in der Dr. Julius-Leber-Straße und im Meesenring kommt es jedoch immer wieder zu lange Wartezeiten, inzwischen sogar auch bei der Terminvergabe. Spontane Besuche dort wachsen sich häufig zu einem Tagesausflug aus, vorausgesetzt sie sind überhaupt möglich.

Gerade das sollte laut damaligem „Grünen“ Innensenator nicht passieren, denn parallel zu den Schließungen der o.g. Stadtteilbüros sollte die Digitalisierung auch für das Meldewesen vorangetrieben werden.

 

„Inzwischen ist jedem klar, dass weder wirklich Geld gespart wird noch die Digitale Strategie auch nur in greifbare Nähe gerückt ist“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke. „Die Umsetzung der Schließung hat sich als unprofessionell erwiesen. Die momentanen Zustände sind keinem Bürger mehr zumutbar, zumal jeder Bürger ja verpflichtet ist, der Kommune Aufenthalts- und auch Kfz-An-, Ab- und Ummeldungen mitzuteilen. Daher wird sich die FDP-Fraktion mit ihrem Antrag in der kommenden Bürgerschaft dafür einsetzen, das Stadtteilbüro in Kücknitz wieder zu öffnen und dort auch Kfz-An-, Ab- und Ummeldungen wieder zu bearbeiten. Das würde einen Großteil der Bürger entlasten, sowohl was den Zeitaufwand betrifft, als auch die Mautgebühr des Herrentunnels.

 

Die Einführung eines Bürgerkoffers halten wir nicht für zielführend. Im Interesse der Bürger erwarten wir hier eine sofortige Änderung der unhaltbaren Zustände. Zeitgleich ist zu prüfen, wie die Einsparung von angeblich „nur“ zwei Personalstellen, zu einer solchen Situation führen konnte“, so Rathcke abschließend.