Bäderregelung

 In der heutigen Sitzung der Bürgerschaft wurde der FDP-Antrag zur Änderung der Bäderregelung hinsichtlich einer optionalen Sonntagsöffnung der Läden in Lübeck zur weiteren Beratung in den Wirtschaftsausschuss überwiesen. Dort wurde bereits im April diesen Jahres darüber diskutiert. Die damaligen Ausführungen der Verwaltung wurden letztendlich als Zwischenbericht zur Kenntnis genommen. Wenn die Planungen zur Tourismusabgabe weiter konkretisiert wären, sollte die Verwaltung erneut zum Sachstand und möglichen Bestrebungen zur Änderung der Bäderregelung berichten.

„Darauf warten wir immer noch“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke. Im April wurde seitens der Verwaltung berichtet, dass die Hansestadt Lübeck zwar einen Antrag auf Anerkennung als Tourismusort gestellt hat, die inzwischen auch vorliegt. Im Zusammenhang mit diesem gäbe es jedoch keinen Automatismus zu einer Änderung der Bäderregelung. Aktive Bestrebungen hierzu müssten aus der Politik oder der Verwaltungsspitze kommen. „Wir sind hier aktiv geworden, da wir die Vorteile der nun vorliegenden Anerkennung Lübecks als Tourismusort der hiesigen Wirtschaft zugänglich machen möchten. In optionalen Sonntagsöffnungszeiten sehen wir einen Weg für Lübecks Geschäfte, der stetig wachsenden Konkurrenz des Internet-Handels etwas entgegen zu setzen.“ Denn wo und wann kauft der Verbraucher heutzutage bevorzugt ein? Studien belegen: an Wochenenden und damit zwangsläufig im Internet, denn an Sonntagen sind die Läden zumindest in Lübeck noch sonntags geschlossen. „Wir würden es begrüßen, wenn die Diskussion dazu diesmal alle Belange von Bürgern und Wirtschaft widerspiegelt und Vertreter aller Interessengruppen gehört würden. Schlussendlich sollte der Inhaber eines Geschäftes selbst entscheiden können, wann er sein Geschäft öffnet.“

Kommentar schreiben

Kommentare: 0