Schlachthofgelände

 „Langsam aber sicher muss sich die Stadtverwaltung bei ihrem jahrelangen schizophrenen Vorgehen gegen die geplante Bebauung des Schlachthofgeländes vorwerfen lassen, der Politikverdrossenheit der Lübecker Bürger entscheidenden Vorschub zu leisten“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas Rathcke.

Inzwischen liegt das von der Stadt beauftragte Gegengutachten der Lademann und Partner GmbH zum damals ebenfalls von der Stadt selbst beauftragten Gutachten der Cima vor.

„Und dieses zweite Gutachten sagt nun wohl endlich das aus, was die Hauptakteure in dieser Sache hören wollen, nämlich dass das geplante Projekt auf dem ehemaligen Schlachthofgelände ungeeignet ist. Dabei spielt die verkehrliche Situation, die bisher u.a. immer als Ablehnungsgrund galt, keine Rolle mehr. Stattdessen erachtet nun die Denkmalschutzbehörde viele Teile des Schlachthofgeländes als erhaltenswerte Ensemble“, so Rathcke weiter. Die endgültige Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde liegt allerdings noch nicht vor. Im kommenden Bauausschuss am 18. Juli steht die Bebauung des Schlachthofgeländes erneut auf der Tagesordnung. „Wir hoffen, dass sowohl das Gutachten als auch die endgültige Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde den Fraktionen bis dahin vorliegt.“ Für eine weitere Farce in dieser Sache hält die FDP-Fraktion Lübeck die Tatsache, dass der Gutachter der Lademann GmbH sein Gutachten persönlich im Ausschuss vorstellen darf, der Gutachter des Investors im Ausschuss aber kein Rederecht erhielt.

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