HBV meldet Insolvenz an

Nun ist es also passiert! Der Hafenbetriebsverein Lübeck hat am letzten Freitag Insolvenz beantragt. Betroffene dieser Insolvenz sind 150 Hafen- und Umschlagsarbeiter. Dieser Vorgang bedeutet eine weitere Schädigung für den bereits angeschlagenen Ruf des Lübecker Hafens. Als Grund für die Pleite wird der geringere Bedarf an Leiharbeitern für die LHG angegeben. Aufgrund des Verlustes dreier Großkunden, die zur billigeren Konkurrenz nach Rostock und Kiel wechseln, werden naturgemäß weniger HBV-Leute benötigt.

 Dies ist umso mehr verständlich, wenn man bedenkt, dass der HBV für jeden Arbeiter 75 % des Lohnes aufs Gehalt aufgeschlagen hat. Aufgrund dieser Sachlage hatte die LHG im vergangenen Februar einen Zukunftspakt vorgeschlagen, der jedoch von den HBV-Leuten abgelehnt wurde. Gemäß diesem Vorschlag sollten 56 Mitarbeiter mit einer Abfindung freiwillig gehen, während 90 Leute von der LHG übernommen werden. Die bei der HBV beschäftigten Hafenarbeiter verdienen 30% mehr als normale Umschlagsarbeiter und stellen aufgrund dieser Sachlage das größte Problem dar. Die FDP sieht diese Insolvenz als direkte Folge des gescheiterten Hafenpaktes an.

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